Angeborener Auslösemechanismus

Die Begriffe „Schlüsselreiz“ und – in der Gestaltpsychologie – „Gestalt“ entwickelten sich anfangs als Ergänzung zur seit ca. 1900 üblichen Deutung von Verhalten als bloße Kette von Reflexen, da man schon aus rein logischen Gründen einen Beginn der Reflexketten unterstellen musste, sprich: das Wahrnehmen einer verhaltensverursachenden Situation. Die Vertreter der Instinkttheorie ergänzten das Reiz-Reaktions-Konzept daher um die Komponenten Schlüsselreiz, angeborener Auslösemechanismus (AAM) und innere Handlungsbereitschaft.

Dem sehr anschaulichen Begriff „Schlüsselreiz“ liegt die Vorstellung zugrunde, dass die auslösenden Merkmale einem Schlüssel gleichen, dessen Bart passgenau in ein Schloss eingeführt werden kann und dieses öffnet. Die Bauteile des Schlosses und deren Anordnung entsprechen dem angeborenen Auslösemechanismus (AAM). Da der AAM auch die nachfolgende Instinktbewegung des Individuums in Gang setzt, muss ihm – um im Bild zu bleiben – auch die Mechanik zum Öffnen der Tür als „Bauteil“ zugeschrieben werden.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselreiz#Trigger, 01.09.2014)