Was sind All Sense Imaginations?

Der von Thomas A. M. Wndelschmidt eingeführte Begriff ALL SENSE IMAGINATIONS beschreibt das aktive Herbeiführen von imaginären, traumähnlichen Bildern auf allen Sinnesebenen.

Wichtig für eine erfolgreiche Imagination ist eine emotionale Koppelung der Sprache und Stimme an die Gedanken des Probanden. Ein sachlicher Satz wie „Du hast jetzt Speicherfluss“ wird nicht das gewünschte Ergebnis zur Folge haben können, weil nur die Ratio angesprochen wird. Erklärt man jedoch mit emotionaler Stimme, wie saftig süß die Orange schmeckt (gustatorische Wahrnehmung), in welchen Farben sie leuchtet (visuelle Wahrnehmung), wie sich die Oberfläche anfühlt (taktile Wahrnehmung), welches Geräusch entsteht, wenn man die Orange schält und schneidet (auditive Wahrnehmung) und wie die frisch geschälte Orange duftet (olfaktorische Wahrnehmung), dann wird der Proband kaum umhin kommen, dieses Bild in allen Tastsinnen zu „erleben“ und entsprechend, z.B. mit Speichelfluss“ zu reagieren.

Die weitergehende Kunst ist es nun, darüber hinaus beim Probanden Erinnerungen ins Bewusstsein zu rufen, die mit einem ähnlichen Erlebnis in Verbindung gebracht werden können, z.B. eine Situation, als der Proband als Kind im Kreise der Familie Orangen geschält und gegessen hat. Hierbei hilft eine tranceinduzierte Tiefenentspannung, die das „bewusste Erinnern“ unnötig macht und stattdessen die „gefühlte“ Situation über das Unterbewusstsein anspricht.