Was sind Glaubenssätze?

Ein Glaubenssatz, ist, einfach ausgedrückt, das unterbewusste Vorgeben einer persönlichen Realität in Bezug auf äußere Reize. Dabei ist kein Mensch vor Glaubenssätzen immun, jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens für ihn persönlich geltende Affirmationen verinnerlicht. Zu den wichtigsten Glaubenssätzen gehören:

  • Ich bin nicht genug (für meine Eltern, meine Umwelt etc.)
  • Es ist wichtig, was andere von mir denken.
  • Ich habe es nicht verdient, dass …
  • Ich bin zu jung, zu alt, zu unterfahren, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, um …
  • Ich könnte scheitern.
  • Es braucht Geld, Glück oder Beziehungen, um viel Geld zu verdienen.
  • Ich habe schon alles versucht.
  • Ich hatte nie die Voraussetzungen und Möglichkeiten, um …
  • Ich habe keine Zeit.
  • Ich bin das Opfer meiner Umstände, es ist mein Schicksal, …

Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Glaubenssätze, die einen Menschen blockieren können und unterbewusst dazu beitragen, dass nicht das Ziel erreicht wird, das sich der Geist vorstellt und wünscht.

Jeder Glaubenssatz, absolut jeder, ist eine gelernte Reaktion auf gemachte Erfahrungen, ggfs. mit einem traumatischen Ausgangspunkt, die ganz individuell analysiert und bewertet wird. Wäre dem nicht so, müssten alle Menschen die gleichen Glaubenssätze haben oder zumindest auf eigene gleiche Glaubenssätze identisch reagieren.

Wenn man sich jedoch einen Glaubenssatz „anschaffen“ kann, dann sollte es auch möglich sein, diesen Glaubenssatz los zu werden. Denn jedem Menschen ist bewusst klar, dass diese Glaubenssätze nicht stimmen können, da es im Umfeld eines jeden Menschen beliebig viele Belege dafür gibt, dass andere Menschen, die diese Glaubenssätze erst recht haben müssten, da sie z.B. jünger, älter, dicker, dünner, unerfahrener usw. sind, trotzdem ihr Potenzial ausschöpfen und Erfolg haben konnten.

Ist es z.B. notwendig, hübsch zu sein, um ein Model zu werden? Nein, denn es gibt unzählige, hochbezahlte Models, die in keiner Weise dem Schönheitsideal der westlichen Welt entsprechen.

Muss man als Sportler schlank und rank sein? Auch das nicht. Wo z.B. in Deutschland ein dicker Mensch abgelehnt werden könnte, wird z.B. ein Sumo-Ringer, der 200kg an Gewicht auf die Waage bringt, hoch verehrt.

Wird man nur dann ein erfolgreicher Schauspieler, wenn man groß, schlank und gutaussehend ist. Wohl kaum, was wäre dann aus Danny de Vito geworden?

Muss man Geld, Beziehungen und Glück haben, um reich zu werden? Wohl kaum, werden z.B. Steve Jobs und Bill Gates sagen.

Auf gut Deutsch zusammengefasst, jeder Glaubenssatz, wirklich absolut jeder, ist überflüssig, unnötig und falsch. Er blockiert und führt lediglich dazu, dass das Potenzial eines Menschen nicht 100% zur Entfaltung kommt und somit das unterbewusste Lebensziel nicht erreicht wird.

Kann man diese unterbewussten Glaubenssätze auflösen? Ja, aber das geht nicht mit Affirmationen. Motivationstrainings „á la Schaka“ schaffen vielleicht für wenige Stunden oder Tage ein gutes Gefühl, weil Adrenalin in den Körper gepumpt wurde, aber spätestens am vierten Tag meldet sich das altbekannte Glaubensmuster wieder.

Kann man mit Gesprächen, z.B. in Therapiegruppen, diese unterbewussten Muster auflösen? Wohl kaum, denn in Therapiegruppen oder auch in Einzelgesprächen werden Inhalte auf der Bewusstseinsebene besprochen und analysiert. Aber selbst wenn man „bewusst“ weiß, dass man nicht zu dick, zu dünn, zu groß oder zu klein ist, heißt dies noch lange nicht, dass das Unterbewusstsein dieser „Vorgabe“ folgt.

Um Glaubenssätze aufzulösen muss man tiefer gehen. Das Unterbewusstsein muss „fühlen“, dass der aufgebaute Glaubenssatz falsch ist und ihn als „erledigt“ ins Bewusstsein „entlassen“. Ist ein Glaubenssatz tief im Unterbewusstsein aufgelöst, dann wird er sich auch nicht mehr als Hindernis bemerkbar machen „müssen“.