Die 15 Stufen

Die 15 Stufen des Reframingcoachings sehen wie folgt aus:

1. Die Suche

Jemand ist auf der Suche nach einer Lösung und Klärung für ein Problem. Dies ist der Zustand, in dem im Normalfall alle Hilfesuchenden zu einem Reframingcoaching kommen.

2. Die Erwartung

In einem Einführungsgespräch werden Erwartungen und Ziele abgeklopft und Möglichkeiten eines Lösungsweges besprochen. Insbesondere wird geklärt, warum der Hilfesuchende gekommen ist, was er erwartet, wie ihm geholfen werden kann, und welches sein Zielvorstellung ist.

3. Der Selbstschutz

Der Reframingcoach sollte sich, das empfehle ich zumindest immer nachdrücklich, vor Beginn eines Reframingcoachings gegen „negative“ Energien schützen, um nicht genau diese Energien zu übernehmen und die damit verbundenen Folgen tragen zu müssen.

4. Die Anamnese

Ein intensiver und langwieriger Punkt ist die Anamnese. Es werden dabei nicht nur Situation betrachtet, die direkt mit dem aktuell geäußerten Problem zu tun haben, sondern alle peripheren Begebenheiten, wie z.B. die Geburt, das Kleinkindalter, die Jugend, alle Familienmitglieder inkl. Eltern, Geschwister, Großeltern, ehemalige Partner usw. Die Anamnese dauert bei einem tiefsitzenden Problem, also z.B. nicht bei einer Raucherentwöhnung, mindestens drei bis vier Stunden, kann aber auch einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.

5. Die innere Stimme

Wichtig ist, dass die Protagonisten, so nenne ich meine Klienten, weil sie die Hauptrolle innehaben, auf ihre innere Stimme hören. Dies geschieht z.B. im Rahmen einer Tiefenentspannung, Trance oder Hypnose.

6. Der Theta-Zustand

Die zu coachende Person wird, falls zielführend, in einen meditativen Zustand begleitet, den so genannten Theta-Zustand. Ziel ist es, die Einflussnahme des Bewusstseins (z.B. Glaubenssätze und Blockaden) zu reduzieren, um unterbewusstes Wissen zu erreichen und damit zu kommunizieren.

7. Die Wertschätzung

Dem Unterbewussten des Hilfesuchenden wird eine Wertschätzung für alles Geleistete und die erfolgreiche Schutzaufgabe zuteil, denn das Unterbewusste hat vor allem das Ziel, zu beschützen und „Negatives“ zu vermeiden. Insofern ist alles, was das Unterbewusste bewirkt, als positiv und richtig zu betrachten. Ein „Dankeschön“ ist in meinen Augen äußerst angemessen.

8. Die Bitte

Nach einem ehrlichen Dankeschön an das Unterbewusste folgt die Bitte, dass das Unterbewusste bei der Betrachtung der Bilder und dem Erkennen von Ursachen und Auslösern behilflich sein möge.

9. Die Körperreise

Eine gedankliche Körperreise ist meistens ein zielführendes Hilfsmittel des Reframingcoachings. Wo genau manifestiert sich ein Symptom? Wie äußert es sich? Wie sieht dieses Symptom aus? Warum gerade an dieser Stelle? Warum gerade jetzt? Welches Gefühl ist damit verbunden? Was verknüpft der Betroffene mit dieser Körperstelle? Was könnte die Ursache sein? Was der Auslöser?

10. Die Symptome

Nachdem der Hilfesuchende das Symptom erkannt, beschrieben und verstanden hat, folgen die Fragen nach dem Sinn des Symptoms, z.B. dick sein, rauchen oder Erfolgsblockaden. Welchen Vorteil bringt das Symptom? Welchen Vorteil würde ein Verschwinden des Symptoms bringen? Was wäre der Nachteil eines Loslassen des Symptoms?

11. Die Zeitreisen

Um die tiefliegenden Ursachen und Auslöser von aktuellen Problemen herauszufinden, werden beim Reframingcoaching gedankliche Zeitreisen unternommen. Beim Betrachten von frühkindlichen (ggfs. sogar im Mutterbauch oder noch früheren) Erfahrungen kommt es bei den Hilfesuchenden zu einem Erkennen der damaligen Gefühle und Bilder, sowie deren Auswirkungen auf das Hier und Jetzt.

12. Die Systembetrachtung

Durch eine systemische Betrachtung von Familien- und Gruppenkonstellationen hat der Reframingcoach die Aufgabe und die Chance, energetische Verbindungen und Verstrickungen, sowie andere „Probleme“ zu erkennen und aufzuzeigen. Die systemische Betrachtung von Konstellationen ist oftmals der erfolgreichste Lösungsweg zum Erkennen und Verstehen von Symptomursachen.

13. Das Reframing

Bilder und damit verbundene Gefühle wurden aus einem subjektiven Blickwinkel erlebt und dementsprechend bewertet. Das erwachsene Ich kann diese Erlebnisse in einem neuen Kontext mit einer anderen subjektiven Sichtweise, evtl. sogar aus einer übergeordneten objektiven Perspektive betrachten und negative Emotionen in positive Bilder verwandeln, indem z.B. Hintergründe und der Nutzen erkannt werden.

14. Die Substituierung

Das Substituieren der negativen Bilder durch positive Neubetrachtungen wird Bild für Bild durchgeführt. Dies immer mit Rücksprache und nach Zustimmung des Unterbewussten der gecoachten Person.

15. Das Schweigen

Das Reframingcoaching wird mit einer gegenseitigen Verschwiegenheitsverpflichtung verstärkt. Alles, was bei dem Reframingcoaching besprochen und verarbeitet wurde, soll sich im Unterbewussten verankern und verfestigen. Dafür ist es absolut notwendig, dass weder der Reframingcoach, noch die gecoachte Person darüber sprechen. Mit niemandem!